Das Ergebnis der Studie zum Thema "Suchmaschinenmarketing" des BVDWs zeigt, dass ein Großteil der werbetreibenden Unternehmen auf verschiedene Online-Marketing-Instrumente setzt. So nutzen knapp 60% Prozent der Befragten unterschiedliche Online-Dienste gleichzeitig, wie z.B. Suchmaschinen-Marketing (SEM = "Search Engine Marketing") und Website-Optimierung (SEO = "Search Engine Optimization"). Mittlerweile nutzen nur 5% der Unternehmen das Internet nicht als aktiven Vertriebs- oder zumindest Kontaktkanal.
Die "Schaltkosten" für die so genannten "Sponsored Links" im SEM belaufen sich inzwischen bei einem Viertel aller Unternehmen auf mehr als 1.000.000 Euro im Jahr, bei 6% sogar auf über eine Millionen Euro - in der Mehrzahl sind dies Handelsunternehmen. Die Tendenz ist weiter steigend.
Da die Budgets meist zu Lasten anderer Werbeträger gehen, fragt sich, wie die Effizienz von SEM im Vergleich mit "klassischen Kanälen" ist: gut ein Drittel der Unternehmen sieht eine Effizienzverbesserung durch SEM, aber auch ein Viertel ist unzufrieden - ein klarer Hinweis, dass branchen- und unternehmensspezifische Multi-Channel-Konzepte für erfolgreiches Channel Marketing notwendig sind, um die neuen Instrumente auch erfolgreich einzusetzen.
Der Erfolg von SEM und SEO liegt für die meisten Unternehmen klar auf der "Lead-Generierung" bzw. je nach Branche auch auf dem konkreten Umsatzzuwachs. Die Transparenz zur Wirkung der eingesetzten Mittel ist dafür die Grundvoraussetzung.
Perspektivisch: Die Zukunft gehört dem verhaltensgesteuerten SEM, um die Leadquote zu erhöhen. Die Unternehmen wären dann mehrheitlich sogar bereit, mehr für die einzelnen Treffer und Kontakt zu bezahlen, da die Affinität der Nutzer wesentlich höher wäre im Vergleich zu einer rein begriffsgestützten SEM.
Diese rasante technologisch Entwicklung beim SEM führt auch dazu, dass die Bedeutung der nicht werblichen Suchmaschinenoptimierung SEO nicht mehr zunimmt. SEO ist einfach Standard für Unternehmen. Im Gegenteil besteht die Gefahr, zu viele und unseriöse Tricks einzusetzen. Denn jeder Nutzer ist über SEO-Spam bei den Suchergebnissen sehr verärgert - so dass Google & Co. alles dran setzen, den SEO-Missbrauch zu verhindern.
Kurz: wer etwas zu seinem Thema sagen hat, relevant ist für die Nutzer und Suchmaschinen, dem bieten sich durch ein integriertes Multi-Channel-Marketing - je nach Branche - zahlreiche Chancen für neue Geschäftsimpulse.